Faszination Blondinen
Schon in der Antike galt blondes Haar als Schönheitsideal und brachte die Römerinnen dazu, ihre Haare zu bleichen. Wer nicht aufhellte, leistete sich immerhin eine Perücke mit blondem Haar aus den nördlicheren Gegenden Europas wie Gallien. Hervor gerufen wurde der Mythos Blond in der Antike von den Skulpturen der Götter und Herrscher, die meist in Gold gehalten waren, was dem blonden Haar entspricht. Die Blondinen der Neuzeit wurden in den 30er Jahren von Schauspielerin Marlene Dietrich geprägt und schließlich in den 50ern von Marilyn Monroe endgültig als sexy Faktor etabliert. Seither gelten Blondes als ultimativer Männertraum und faszinieren auch heute noch die Herren der Schöpfung, die mit einer blonden Frau Erotik, aber auch Naivität und Unterkühltheit verbinden. Vielleicht ist es gerade diese explosive Mischung aus Sex und Stereotypen, die Blond noch immer zur beliebtesten aller Haarfarben macht. Echte Blondinen werden tatsächlich aber immer seltener und könnten eines Tages ausschließlich durch eine künstliche Veränderung der ursprünglich dunklen Haarfarbe noch am Leben gehalten werden. Blond stirbt aus, verhält es sich doch unterwürfig in der Vererbungslehre und lässt den dunklen Haarfarben stets den Vorrang. Für Liebhaber von Blond gibt es allerdings keinen Grund zur Sorge – noch heute, im 21. Jahrhundert, sind die meisten Persönlichkeiten auf Magazintiteln blond und besonders in der Erotikbranche gilt Umfärben auf Platinblond als Nonplusultra. Shootings und Amateurbilder zeigen, dass die Haarfarbe Blond die Männer noch immer fasziniert wie am ersten Tag und dank Haarfärbemitteln auch gar keine Gefahr besteht, dass Blondinen irgendwann einmal von Brünetten abgelöst werden könnten. Im Gegenteil – je seltener Blond wird, desto begehrenswerter wird es.

