Blond fasziniert. Die Haarfarbe aller Haarfarben brachte bereits in der Antike die Menschen dazu, ihre natürlich dunkle Haarpracht der Haarfarbe der Götter anzugleichen und hat seither nichts von ihrer Faszination verloren. Besonders Männer verbinden mit Blondes ein Höchstmaß an Erotik, was durchaus beachtlich ist, denn Blondinen sind ebenso häufig Angriffsziel von spöttischen Witzen und Verallgemeinerungen. Ihre Erotik wird Blondinen hierbei keinesfalls abgesprochen, vermitteln besonders Blondinenwitze jedoch ein äußerst naives Bild vom Blondchen, das bevorzugt Berufe wie den der Friseurin ausübt und alles mag, was mit einem Minimum an Nachdenken verbunden ist. Vermutlich ist es eben diese Mischung aus Sex und Naivität, die Männer zu den Blonden hinzieht und irgendwie erregt besonders blondes Blond ja auch überall Aufmerksamkeit. Platinblonde, übrigens häufiger ein Produkt von Haarfärbemitteln als der Natur, verleiten so nahezu immer zum Hinschauen – und zwar nicht nur Männer. Wer etwas Blondes auf dem Kopf trägt, der trägt Aufmerksamkeit auf selbigem mit sich herum, was manchen Blonden lästig und anderen nur genehm ist. Besonderer Dank gilt in Zusammenhang mit Blond vor allem einer Schauspielerin, die – eigentlich eine Brünette – den Mythos Blond in die Welt trug. Marilyn Monroe. Millionen Frauen färbten ab den 50er Jahren, mit damals noch aggressiven Färbemitteln, auf Blond um und auch Popstar Madonna durchlebte in den 90s eine Phase der modernen Monroe, was den Blondinen nach kurzer Schlummerphase wieder allgemeine Aufmerksamkeit zu Teil werden ließ. Heute sind historische Marilyn-Wellen in Platinblond sogar Pornogeschäft zu beobachten, wo Blond in keinem Sexstreifen und keiner Erotik Community fehlen darf. Es geht eben nicht ohne Blondchen und Blondinen.